41. Deutsche Halbmarathonmeisterschaften, Hannover (09.04.)

Stefan zeigt starke Form und läuft persönliche Bestzeit

Aus dem Vorhaben, eine schnelle Männermannschaft für die Deutschen Halbmarathonmeisterschaften aufzustellen, wurde aus diversen Gründen leider nichts. Daher machte sich Stefan Schnorr als einziger Starter auf den Weg nach Hannover.

Mit akribischer Sorgfalt hatte sich Stefan Schnorr die letzten Monate auf eine Zeit unter 1:10 h vorbereitet. Damit dies gelingt, sollten an diesem Tage alle Voraussetzungen für das angestrebte Ziel gegeben sein. Obwohl es bereits bei der Abholung der Startunterlagen am Vortag des Halbmarathons aufgrund einer doppelten Anmeldung zu unerwarteten Komplikationen kam, sollte dies keinen Einfluss auf das anstehende Rennen haben.

Schließlich begann der Renntag sehr verheißungsvoll. Kühl, trocken und nur leicht windig war das Wetter am Morgen und somit die Bedingungen bestens geeignet, um eine schnelle Zeit zu laufen. Aus der dritten Reihe gestartet, musste er sich zunächst aus dem dicht gedrängten Feld befreien. Dazu musste er auch einige Frauen überholen, die sich am Start zu weit vorne eingeordnet hatten und im Ziel deutlich hinter ihm einliefen.
Die erste Hälfte lag Stefan bei einem sehr gleichmäßigen Tempo genau auf Kurs und passierte die 10km-Marke in 32:59 min.
Was viele Halbmarathonläufer im Vorhinein schon befürchtet hatten, trat dann tatsächlich ein:
Die Marathonläufer, die am selben Tag zwei Stunden früher gestartet waren und bis auf einige Zusatzschleifen auf derselben Strecke unterwegs waren, wurden bei Kilometer 10 von den Halbmarathonläufern eingeholt. Damit begann ein Slalomlauf, der einiges an Kraft kostete. Stefan lag daher, als er Kilometer 15 erreichte, bereits 15 Sekunden unter dem Soll - hatte also Zeit verloren. Damit war er jedoch immer noch auf Bestzeitkurs. Die Kräfte schienen weiter zu schwinden, sodass er den nachfolgenden Kilometer „nur“ in 3:30 min zurücklegen konnte. Doch nach einer letzten Energiezufuhr am Verpflegungsstand war die Phase der Erschöpfung überstanden und der Blick nach vorne gerichtet, um auf den letzten Kilometern noch einmal das geplante Ziel anzugreifen. Die Zuversicht war zurück. Stefan konnte sein Tempo noch einmal steigern und sich sogar von seinen Mitstreitern absetzten. So erreichte er die Ziellinie in starken 1:10:17 h (3:19,9 min/km; 18 km/h) und konnte damit seine Bestzeit aus dem Jahr 2009 um 9 Sekunden unterbieten. Er belegte mit dieser Zeit Platz 33 in der Männerhauptklasse und Platz 45 von 1000 Finishern.

Mit diesem Ergebnis zeigte sich Stefan zufrieden. Insgesamt kann er auf ein sehr erfolgreiches vergangenes halbes Jahr mit gesteigerten Bestzeiten sowohl über die Halbmarathonstrecke als auch über die Marathondistanz (Frankfurt 2:30:35 h) zurückblicken.