Deutsche Jugend-Hallenmeisterschaften, Sindelfingen (25./26.02.)

Staffel vor der Fahrt (Foto: Marlies Bechthold)

Karneval in Schwaben - 6 ATG-Athleten bei der Jugend-DM

Während die einen ihre Nadeln für die Startnummern nicht dabei hatten, vergaßen andere ihre ATG-Jacke ... So ist das, wenn 5 Nachwuchs-Sprinter unterwegs zu den Deutschen Jugendhallenmeisterschaften sind... Jannis Wolff, Nils Langemeyer, David Salama, Lukas Frings und Ersatzläufer Joep Merx machten sich Freitag, den 24. Februar zusammen mit den Trainerinnen Christiane und Marlies in einem fast in letzter Minute gemieteten 9-Sitzer auf den Weg nach Sindelfingen. Die gemeinsame Fahrt ließ von Anfang an ein gutes Team-Gefühl aufkommen – war allerdings von vielen Staus geprägt .... – merke : traue nie der Navi-Alternativroute ...

Spätnachmittags wurde zunächst die Halle besichtigt und mit einem lockeren Auftakttraining das Laufgefühl der schwäbischen Bahn getestet. Außerdem trafen wir auf Max Nores, der sich auf seinen 1500m-Lauf vorbereitete und der einzige Aachener Einzel-Starter war. Die Atmosphäre, die Hallenluft und die über die Bahn flitzende Konkurrenz heizten die Vorfreude auf den Wettkampf schon ordentlich an.

Unser „Staffel-Hotel“ in Gerlingen erwartete uns mit geräumigen Zimmern und einem guten Italiener, der die hungrigen Mägen füllte. Nach einer ruhigen Nacht – auch Joep´s Zustellbett hat stand gehalten – erwartete uns ein ausgezeichnetes Frühstücksbuffett, das keine Wünsche übrig liess. Pünktlich um 9.45 Uhr waren wir in der Halle, damit wir Max anfeuern konnten.

Der erste 1500m-Vorlauf bummelte zunächst über die Bahn um dann die Entscheidung im Sprint zu suchen. Max startete auf Bahn 1 im zweiten Vorlauf. Dort ging es natürlich von Beginn an flotter zu und Max hielt sich gut im 9er –Feld. Leider musste er dann in der letzten Runde dem hohen Tempo Tribut zollen, beendete aber den Lauf mit 4:08,22 min - nur eine halbe Sekunde über seiner Hallen-Bestzeit und seine zweitbeste 1500m-Zeit überhaupt – und Platz 15 sehr beachtlich. Auch wenn die Zeit nicht für den Endlauf reichte, konnte Max zufrieden von der Bahn auf die Zuschauertribüne wechseln - gehört er als 99er ja noch dem jüngeren U20-Jahrgang an und kann im kommenden Jahr sein Ziel verwirklichen.

Für die Staffel-Jungs ging es zur Mittagspause noch einmal ins Hotel, damit alle frisch für den Start am frühen Abend waren.

Gut, dass es ein sonniger Samstag war, denn überdachte Einlaufmöglichkeiten sind in Sindelfingen Mangelware. So aber konnten sich die 5 Jungs ohne Probleme aufwärmen – nur die tief stehende Sonne störte den ein oder anderen bei den Steigerungen wink ....

25 min vor dem Start verabschiedeten sich die 4 Läufer vom Ersatzläufer und den Trainerinnen in den Callroom.

1. Vorlauf , Bahn 2 – das hörte sich doch schon mal prima an ! Härtester Gegner schien die Staffel aus Neubrandenburg zu sein, immerhin Platz 1 der Meldeliste.

Nils liess sich nicht beeindrucken, startete souverän, lief ein beherztes Rennen und übergab optimal an Jannis. Der Wechsel der Favoriten aber misslang und so zog Jannis als erster auf die Innenbahn, konnte den Abstand auf das Team der Verfolger von der StG Ostwestfalen-Lippe und des TSG Niefern sogar ausbauen. Auch der Wechsel auf David verlief problemlos. Er bekam es mit einem sehr starken Läufer der Ostwestfalen zu tun, der näher und näher rückte, dann in der zweiten Kurve zum Überholen ansetzte und leider so eng vor David einscherte, dass er komplett aus dem Tritt kam – ein Drama für einen Sprinter ... So übernahm Lukas an zweiter Position, lief ein solides Rennen und brachte den Staffelstab nach 1:33,82 min ins Ziel. Das war zwar nicht die erhoffte Steigerung der bei den Nordrhein-Hallenmeisterschaften in Leverkusen aufgestellten Bestleistung, aber zeigt doch deutlich das Potential der Jungs. Joep war vielleicht sogar etwas erleichtert, war er nun von seinem angedrohten Show-Auftritt erlöst ....

In der Endabrechnung landete die Staffel auf Platz 17 von 34 --- und schaffte nach dem „Staffel-Seuchenjahr 2016“ endlich einen Start – Ziel – Lauf ....

Abends ging es dann mit Max und dessen Mama Antje Trauzeddel in ein echtes schwäbisches Restaurant, wo schwäbische Haxen von Rest-Trübsal befreiten.

Die Rückfahrt verlief stau- und problemlos --- und so bleibt die Erinnerung an ein spannendes, lustiges Wochenende und der Dank sowohl an den mitgereisten Ersatzläufer Joep und den in Aachen gebliebenen 2. Ersatzläufer Nils Schidlowski – ihr seid kommendes Jahr sicherlich dabei! – als auch an die ATG für die Ermöglichung dieses tollen Erlebnis-Wochenendes !