Deutsche Marathonmeisterschaften, Frankfurt (29.10.)

Wind bremst Stefan, Christoph und Winfried aus. Nur Christoph kann seine Bestzeit steigern

Zum vorerst letzten Mal fanden die Deutschen Marathonmeisterschaften am vergangenen Sonntag in Frankfurt am Main statt. Um noch einmal auf der schnellen Strecke durch die Main-Metropole die eigene Bestzeit in Angriff zu nehmen, hatten sich Stefan Schnorr, Christoph Schmitz und Winfried Willems akribisch auf diesen Tag vorbereitet. 

Das umfangreiche Training, das notwendig ist, um sich in Top-Form zu bringen, lässt sich weitestgehend gut kontrollieren. Aufgrund der, verglichen mit anderen Wettkämpfen, langen gezielten Vorbereitung, sollte dann kurz vor dem Wettkampf auf keinen Fall etwas schief gehen. Es gilt also: Bloß nicht krank werden oder sich verletzen. Wenn dann bis zum Renntag alles nach Plan gelaufen ist, kommt jedoch noch ein entscheidender Faktor, nämlich das Wetter, hinzu.

Obwohl die Temperatur nahezu optimal und die Straße trocken war, hatte der Wind leider einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss. 

Von unseren drei ATGern kam Christoph Schmitz am besten mit den windigen Bedingungen zurecht.
Ihm gelang es, sich im Vergleich zum Vorjahr um über 20 Minuten zu verbessern.
Wie bei den meisten Läufern wurden bei ihm ab KM 30 die Beine schwer, sodass er für die zweite Hälfte 5 Minuten länger benötigte. 
Mit 3:23:03h passierte er die Ziellinie in der Frankfurter Festhalle. Damit belegte er den 45. Platz in der AK 40 der DM-Wertung. Ein sehr schönes Ergebnis.

Mit großer Zuversicht waren auch Winfried Willems und Stefan Schnorr ins Rennen gegangen. 
Beide lagen lange Zeit auf Kurs ihrer vorgenommenen Zielzeiten (sub 3:00h bzw. sub 2:30h). Doch ab Kilometer 33 rückte das Ziel für beide zunehmend in die Ferne. Stefans Energiereserven waren plötzlich leer und es ging nichts mehr. Seinen zuvor gelaufenen 3:30er-Schnitt musste er auf ein 3:40er-Tempo (KM 30-35) und schließlich sogar auf ein 4:26er-Tempo reduzieren. Schließlich erreichte er das Ziel in  2:37:03h (31. Platz AK 30) und lag damit deutlich über der angestrebten Zielzeit. Wieso er das Tempo der Gruppe um Katharina Heinig (neue Deutsche Meisterin über die Marathondistanz) ab KM 33 nicht mehr halten konnte, dafür hatte Stefan im Ziel leider keine eindeutige Erklärung. Vermutlich spielten einerseits der Wind und andererseits die Tempowechsel an den Verpflegungsständen eine Rolle. Durch die starke Gruppengröße war es nur mittels deutlicher Temporeduzierung möglich den Verpflegungsstand im Getümmel zu erreichen.

Ebenfalls verlor Winfried auf seine bei KM 30 prognostizierte Zielzeit noch knapp 7 Minuten. Er lief mit seiner Zeit von 3:05:07h dennoch noch auf einen sehr guten 10. Platz der AK 60 der DM-Wertung. 

In der Team-Wertung belegte die Männermannschaft Platz. 37.