Fuxian Lake Ultramarathon, China (30.09.)

Zieleinlauf nach 100km (Foto: Beate Behrendt)

100 Kilometer im chinesischen Hochland - anstrengendes Laufabenteuer für André

Ganz weit weg von zu Hause hat sich unser Ultralauf-Ass André Collet der internationalen Konkurrenz gestellt. Auf seiner Lieblingsdistanz, den 100 Kilometern, war André beim Fuxian Lake Ultramarathon in der chinesischen Provinz Yunnan auf der Strecke. Hier kommt sein ganz persönlicher Bericht von diesem aufregenden Wettkampf.

Bericht Fuxian Lake Ultramarathon 50km + 100km:
Die Bedingungen waren extrem schwierig. Die Höhe von 1700-1900 m über die gesamte Distanz, sowie die am Renntag herrschende Hitze, machte allen Läufern sehr zu schaffen. Ich lief sehr konservativ an und konnte bei km 50 noch vor unserem zweiten KM50 Läufer die Marke passieren. Hätten meine Mitstreiter mich an dieser Stelle, an der noch ein einfacher Rücktransport möglich gewesen wäre, nicht so motiviert, hätte ich dort das Rennen mit einer Zwischenzeit von 3:44 Std. beendet.

Dort selektierte sich das Feld zwischen den 50 und 100km Läufern. Ich befand mich noch an Position 5 war aber schon von den Strapazen gezeichnet, lief aber trotzdem weiter. Ab nun lief man nur noch in der Sonne und meine Motivation war es mich an die 5km auseinander liegenden Verpflegungsstände zu kämpfen.

Für die zweite Hälfte benötigte ich 5 Std. Es kostete meine ganze Kraft und Willen das Ziel in 8:49h als 11. zu erreichen. Leidenschaftlich wurde jeder 100km Finnischer wie ein Sieger empfangen und ich muss zugeben, dass es für mich ein persönlicher Sieg war. Jedes Rennen ist auf seine Art hart, diesmal waren es die längsten Stunden meines Lebens.

Trotz allem war diese Strecke an traumhafter Kulisse mit schönen Eindrücken, begeisterten Zuschauer an jedem Dorf und Rahmenprogramm nach chinesischer Tradition. Ich habe selten eine so professionelle Organisation und Betreuung erlebt, bei der die Sportler 7 Tage im Mittelpunkt standen. Es wird für mich, trotz aller Leiden, ein unvergessliches Abenteuer bleiben.