Trainingslager 2017

Die ATG-Trainingslager 2017

Texel, Egmond, Albufeira - Trainingslager quer durch Europa

In den Osterferien haben sich die ATG-Trainingsgruppen wieder an den unterschiedlichsten Orten Europas auf die kommende Saison vorbereitet. Egal ob Nordsee oder Atlantik: das Wetter spielte mit, die Stimmung war grandios und die Leistungen vielversprechend. Nachfolgend die Berichte der einzelnen Gruppen.

Texel - Bericht von Martin

Um die freie Zeit um die Ostertage zu nutzen und um vor der kommenden Sommersaison noch einmal intensiv zu trainieren, verbrachten einige der ATG-„Langtreter“ die Woche über Ostern im Trainingslager auf der niederländischen Nordseeinsel Texel.
Bei wilden Wettereskapaden und tiefen Temperaturen in Deutschland hatten unsere Langstreckler auf Texel wettertechnisch großes Glück: Die Läuferinnen und Läufer konnten fast jede Trainingseinheit bei Sonnenschein und bei angenehmen Temperaturen um 10°C absolvieren.

Für den einwöchigen Insel-Aufenthalt war ein straffes Trainingsprogramm vorgesehen. Nach einem lockeren Willkommensläufchen am Anreisetag standen zunächst drei Tage mit morgendlichen Dauerläufen und Tempoläufen am Nachmittag auf dem Programm. Dabei wurden an den Nachmittagen unter anderem Intervalle auf einer 1000 m langen, abwechslungsreichen Waldrunde mit Cross-Charakter bzw. ein flotter Dauerlauf mit gnadenlosen Tempoverschärfungen absolviert. Am dritten Tag standen steile Bergsprints im Wald auf der Agenda. Trotz dieser Belastung ließen sich die Läuferinnen und Läufer nicht lumpen und erklommen im Anschluss an die harte Trainingseinheit die steilen Stufen zum nahegelegenen Aussichtsturm, der den höchsten Punkt der Insel markiert. Hierfür wurden sie mit einer grandiosen Aussicht auf den Wald von Texel belohnt. Am folgenden Tag stand „nur“ eine Einheit an, der traditionelle lange Lauf in gesteigertem Tempo, der je nach Leistungsvermögen 14 km, 20 km oder 26 km lang war. Den freien Nachmittag nutzen die Athletinnen und Athleten im Anschluss für eine Besichtigung des Natur- und Meeresmuseums Ecomare. Hier konnte die spektakuläre Fütterung der Seelöwen, Robben und Schweinswale hautnah miterlebt werden. Die verfütterten Fische lockten auch eine Vielzahl von ungebetenen Möwen an, die über den Köpfen der Zuschauer kreisten, sodass von oben das Schlimmste zu befürchten war. Und so musste es schließlich einen treffen, dessen Name hier nicht erwähnt sei ;-). Glücklicherweise war die Jacke schnell wieder gesäubert.

Am nachfolgenden Tag brachten unsere ATGer die Tartanbahn in Den Burg durch eine letzte, knackige Tempoeinheit zum Glühen. Um die durch das Laktat geschundenen Beine nicht zu sehr zu strapazieren, wurden am letzten Trainingstag zwei Dauerläufe bzw. wahlweise ein Dauerlauf und ein leichtes Fahrtspiel absolviert. Verteilt auf 12 Trainingseinheiten kamen so innerhalb einer Woche bis zu 190 km zusammen.

Egmond - Bericht von Jaris

“... hab’ ich letzten Mittwoch schon gemacht!” -  Egmond aan Zee zum Zweiten (8. - 15. April 2017)

Es hieß wieder einmal Niederlande, es hieß wieder einmal Egmond aan Zee: Mit insgesamt 12 Athleten und Trainerin Marlies sind wir am Samstagmorgen Richtung Egmond aan Zee aufgebrochen und haben dort insgesamt eine Woche verbracht. Erneut, war der Alkmaarer Verein AC Hylas so freundlich und hat uns das Leichtathletikstadion zum Üben überlassen, was wir auch genutzt haben. Der Verein meinte es übrigens sehr genau mit dem Rasen - ganze drei Mal wurde er in dieser Woche gemäht; am Ende war der Zeugwart fast schon wie ein alter Bekannter für uns.  Nur zum Ende der Woche gab es ein wenig Regen, ansonsten herrschten klare Bedingungen, Sonnenschein und dennoch viel Wind.

Wir sind insgesamt jeden Morgen im Stadion gewesen und jeden Nachmittag am Strand.
Am Samstag, unserem Ankunftstag, sind wir nach Einzug in „unserem“ Haus an der Wilhelminastraat und dem Hissen der ATG-Flagge in unserem Garten, direkt an den Strand gegangen und haben das erste recht frische aber sonnenlastige Training absolviert. Viele Übungen kannten wir schon aus dem heimischen Training - Auch die 3x10 Ausfallschritte am Ende jeder Strand-Einheit, die nicht gerade “beliebt” waren im Kreise der Athleten. Aber Abbrechen war keine Option, denn dadurch verdienten wir uns unser Abendessen ein Stück mehr.

 Auf der Suche nach dem „Held von Egmond“ gab es dieses Jahr einen besonderen Leckerbissen : Eine extra Challenge-Serie , wovon Johanna die erste am Samstag gewann und insgesamt zweimal zur Tagesheldin wurde. Fabian nahm am Ende der Woche - verdienterweise - den Pokal für den Held von Egmond entgegen, dem Wochensieger-Preis nach sechs Challenges. Die Challenges waren breit gefächert und reichten von Ausdauer über koordinative Geschicklichkeit bis hin zu mathematischen Aufgaben; manche entpuppten sich als zusätzliche, dritte Trainingseinheit.
Neben all dem Sport kam das Miteinander nicht zu kurz : Jede freie Minute wurde zu gemeinsamen Spielrunden genutzt, nachmittags im Garten, abends im gemütlichen Wohnzimmer. Alternativ wurde Dank Alex, Fabian und Marlies auch mal gesungen.
Auch das gemeinsame Kochen, die Dienste „Spülen“ und „Aufräumen“ klappten reibungslos.

Am Mittwoch, unserem freien Tag besuchten wir alle (bis auf Jonas und Lukas - manchmal ist studieren dann doch wichtiger) das Marinemuseum in Den Helder. Wir konnten uns einen Eindruck über die niederländische Kriegsmarine machen; sogar ein original U-Boot betreten. Anschließend gab es in einem nahen gelegenen Café ein Mittagessen und schon ging es zurück nach Egmond.

Unseren letzten ganzen Tag nutzten wir mit dem Antritt einer Bahnserie der Holländer, in die wir eingeladen worden waren. Überraschenderweise kam nach dieser langen und harten Trainingswoche der ein oder andere zu Bestleistungen - so z.B. Joep, der über die 100m eine neue Bestzeit von 11,58 mitnahm.
Wie in der gesamten Woche hatten wir auch an dem Tag im Stadion unsere ATG Beachflag dabei, man muss ja schließlich den Verein gut repräsentieren!

Samstag ging es nach einer tollen Woche, die uns nicht nur sportlich forderte, sondern allen Beteiligten auch riesig Spaß gemacht hat , letztendlich zurück ins verregnete Deutschland.
Vielen Dank an dieser Stelle an die Familien Giesen und Jacobs für die Bereitstellung der Autos!
Mit Sicherheit  werden wir durch diesen Grundbaustein eine erfolgreiche Saison laufen / springen / stoßen!

Albufeira - Bericht von Florian

Als einziges Trainingslager der ATG konnten wir unsere Winterjacken zu Hause lassen. Denn für die Mehrkämpfer und uns Mittelstreckler ging es nach Albufeira im warmen Portugal.
Früh morgens angekommen am Flughafen in Eindhoven, mussten wir allerdings feststellen, dass einer von uns leider seinen Koffer zu Hause vergessen hatte. Schlussendlich sind wir aber alle gut und zusammen mit unserem Gepäck nach Portugal gekommen.
Nachdem wir unsere Apartments bezogen hatten, stand auch direkt schon die erste kleinere Einheit auf der beliebten Cross-Runde auf dem Plan. Danach haben wir uns alle auf das große und sehr leckere Buffet beim Abendessen gefreut.

Die nächsten Tage haben wir zweimal täglich trainiert. Dabei waren wir nicht nur auf der Bahn unterwegs, sondern sind auch viel auf der Cross-Runde gelaufen, haben Stabi-Übungen auf dem Rasenplatz gemacht oder ein bisschen Wurftraining am Strand. Selbstverständlich durfte die tägliche Dehn-Förder-Schule mit unseren beiden Physiotherapeuten auch nicht fehlen. Nach dem Training sind wir entweder in den Pool gesprungen oder haben die freie Zeit am Strand genossen. Das Meer war glücklicherweise warm genug fürs Schwimmen und ein paar Runden Frisbee oder American Football durften natürlich auch nicht fehlen!
Ungefähr zur Halbzeit unserer 10 Tage hatten wir auch einen Tag trainingsfrei. Den haben wir alle zusammen fürs Shoppen in einem nahegelegenen Einkaufszentrum und dem Nike-Outlet genutzt.

Auch die Stunden nach dem Abendessen haben wir viel gemeinsam verbracht. Wie schon in den letzten Jahren haben wir unzählige und vor allem sehr lustige Runden „Werwolf“ oder andere Kartenspiele gespielt. Es haben sich aber auch ein paar Bekanntschaften zu Norwegerinnen ergeben, die zum Erheitern der ganzen Gruppe beigetragen haben ;)
Am letzten Tag vor unserer Abreise hatten wir alle ein etwas mulmiges Gefühl. Nicht nur haben wir erfahren, dass es in Aachen nachts fast geschneit hat, sondern auch die letzte „Brum-Brum-Einheit“ stand an. Es ging also für uns alle auf die Bahn für drei abschließende Tempoläufe. Da auf dem Tartan jedoch viel Grünzeug der Gärtner lag, haben unsere beiden Trainer zuerst die Bahn aufgeräumt und dann gefegt. Auf der sauberen Bahn sind dann jedoch einige sehr gute Bestleistungen gefallen!

Nach einem letzten Lauf über die Klippen haben wir uns dann am nächsten Morgen von Portugal verabschiedet. Die Zeit ging wie im Flug vorbei, aber die Leistungen sprechen für eine sehr erfolgreiche Saison. Und auch wenn wir eine sehr große und teilweise doch sehr unterschiedliche Trainingsgruppe sind, hat jeder seinen Platz. Das Trainingslager hat uns auf jeden Fall noch einmal als eine Gruppe gestärkt!